Faszinierendes Weltall

Eine Vortragsreihe des Förderkreis Planetarium Göttingen e.V.
in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Göttingen.

Jeweils Dienstags um 20.00 Uhr

Vorträge finden virtuell statt

Wegen der andauernden Beschränkungen für Veranstaltungen finden die Vorträge der 27. Staffel zunächst ausschließlich online statt. Alle Vorträge und die anschließende Diskussion mit den Vortragenden werden live als Zoom-Meeting gesendet. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Durch Klicken auf den folgenden Link gelangen Sie in den virtuellen Vortragsraum.

(Hinweise: Der Raum ist nur während der Vortragstermine zugänglich. Die Vorträge werden aufgezeichnet. Dabei können auch Zuschauerreaktionen erfasst werden. Wenn Sie dies nicht wünschen, lassen Sie bitte Ihr Mikrofon und Ihre Kamera ausgeschaltet.)

Programmänderungen vorbehalten. Bitte beachten Sie die aktuellen Ankündigungen.


Dienstag, 26. Januar 2021: eROSITA und die Dunkle Energie
Dr. Peter Predehl, Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching bei München

Das Röntgenteleskop eROSITA ist das Hauptinstrument auf der russisch-deutschen Weltraummission SRG ("Spektrum-Röntgen-Gamma"). SRG wurde am 13. Juli 2019 mit einer Proton-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gebracht, auf eine Reise zum sogenannten Lagrange-Punkt 2, eineinhalb Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf der Sonnen-abgewandten Seite. Dort wird eROSITA über vier Jahre lang den gesamten Himmel systematisch achtmal im Röntgenbereich mit beispielloser Empfindlichkeit kartieren. Das wissenschaftliche Hauptziel von eROSITA ist es, durch die 3D-Kartographierung von 100.000 Galaxienhaufen die gro§räumige Struktur des Universums zu bestimmen und herauszufinden, wie diese Strukturen im Verlauf der kosmischen Zeit gewachsen sind. Dies könnte uns dabei helfen, die Geheimnisse der rätselhaften Dunklen Energie zu entschlüsseln, die das Universum auseinander treibt. Nach Beendigung der ersten von insgesamt acht Himmelsdurchmusterungen haben wir bereits mehr als eine Million Röntgenquellen entdeckt, etwa so viel alle Missionen der letzten 50 Jahre zusammen. Dies lässt uns vertrauen, dass wir unsere gesetzten Missionsziele auch erreichen können.